Rückblick – „Nahversorgung selbst gestalten“ Teil I

Rückblick – „Nahversorgung selbst gestalten“ Teil I

Am 26.01.2021 fand unsere erste Veranstaltung unter dem Motto „Regional und unverpackt – Nahversorgung selbst gestalten“ mit rund 20 Gästen online statt. Wir waren erfreut über den Zuspruch und die rege Beteiligung. Zunächst gab es nach einer kleinen Kennlernrunde eine Vorstellung des Allmende Taucha e.V. und des LEADER-Projektes. Außerdem wurden einige Ergebnisse der Bedarfsumfrage aus dem vergangenen Jahr vorgestellt. Eine ausführlichere Auswertung werden wir in Kürze auf unserer Homepage zur Verfügung stellen.

Auf dem Weg zu „belebten Verteilstationen“ für Lebensmittel aus der Region im Delitzscher Land stellten zwei Verbraucher*innen-Gemeinschaften ihre jeweiligen Konzepte vor. Sowohl KoKo n.e.V. aus Lüneburg, als auch das Rübchen e.V. aus Halle setzen stark auf ehrenamtliches Engagement und betonen den sozialen Charakter der Projekte. Die Mitglieder begegnen sich, diskutieren, treffen Entscheidungen und tragen Verantwortung gemeinsam. Hervorgegangen und teilweise nach wie vor entscheidend getragen werden KoKo und Rübchen durch Studierende. Die Lagerräume von KoKo in Lüneburg sind in der Universität. Das Rübchen in Halle hat ein eigenes Ladengeschäft.

In beiden Projekten prägen vor allem Trockenwaren und anderes länger Haltbares das Sortiment. Wo es geht und logistisch möglich ist, werden aber auch frische Waren aus der Region umgeschlagen. Beide Initiativen zählen inzwischen mehrere hundert Mitglieder und bestehen bereits seit mehr als zwanzig Jahren. Während sich KoKo die Rechtsform eines nicht eingetragenen Vereins (n.e.V.) gegeben hat, operiert das Rübchen als eingetragener Verein (e.V.). Beide haben selbstverständlich mal klein angefangen. Die inspirierenden Schilderungen über die Organisation und den Alltag der Verbraucher*innen-Gemeinschaften wurden in der anschließenden Fragerunde mit Nachfragen zur ganz praktischen Organisation und auch möglichen Problemen oder Hindernissen ergänzt. Klar geworden ist, dass die Modelle, wie sie in Lüneburg und Halle praktiziert werden, ehrenamtliches Engagement der Mitglieder, solidarisches Handeln und gegenseitiges Vertrauen brauchen.

Wir sind gespannt auf die zweite Runde am 02.02.2021, bei der sich zwei Mitgliederläden vorstellen werden und im Anschluss noch ausreichend Zeit für Fragen sein wird. Außerdem wollen wir dann die Gelegenheit nutzen, um über die Übertragbarkeit der vorgestellten Modelle zu diskutieren und ggf. auch weitere Absprachen zu treffen. Eine zentrale Frage dabei wird sein:

Welche Schritte wollen die Interessent*innen gemeinsam mit uns vom Allmende Taucha e.V. gehen, damit auch im Delitzscher Land belebte Verteilstationen entstehen?

Wir freuen uns auf die zweite Runde!

Der Allmende Taucha e.V.

Kontakt → info@allmendeverein.de      Homepage → www.allmendeverein.de

 

Das Förderlogo zeigt eine Europa-Flagge, sowie die Buchstaben EPLR und das Logo des Förderprogramms LEADER.

Ziel ist es die lokale, gemeinschaftliche Grundversorgung, ökologisches Bewusstsein und die Partizipation an Produktionsprozessen zu fördern und somit langfristig in der Region Delitzscher Land zu verwurzeln.